"Zadln" bis die Wadln brennen

Nicht umsonst ist das Murtal ein Paradies für Radfahrer, immerhin führt der Murradweg durch die grüne Mark. Doch auch für anspruchsvollere Gemüter ist im Zirbenland bestens vorgesorgt denn seit neuestem gibt es in den Regionen rund um den Red Bull Ring auch ein Radwegenetz sowie dazugehörige Schilder, Karten und Knotenpunkte.

 

 

Radwegenetz „Nimm’s Radl Murtal“

Rund um den Red Bull Ring geht es nicht nur um Motoren und rasante Geschwindigkeit – auch das gemütliche Radfahren wird groß geschrieben. Seit neuestem auch mit dem Radwegenetz sowie dazugehörigen Schildern, Karten und Knotenpunkten.

In den Niederlanden ist dieses geniale System schon seit Jahren in Gebrauch, nun zieht sich auch ein Radwegenetz durch das Murtal. Mehr als 250 Kilometer sind in dieses System in der Form eines Spinnennetzes integriert. Kurz und bündig fasst das Motto „Nimm’s Radl“ die Idee zusammen: Sowohl Gäste als auch Einheimische können mit eigens designten Rädern die Region erkunden und so besser kennenlernen.

Leicht verständlich

Auf den Radwegenetzkarten ist es ganz einfach beschrieben: Die Routen sind nicht fix vorgegeben, sondern können je nach Tagesverfassung, Wetterlage oder Fitness an den jeweiligen Radfahrer angepasst werden. Die Länge des Ausfluges kann man entweder im Vorfeld planen oder auch spontan ändern. Denn man fährt keine vorgegebene Strecke, sondern einer individuell zusammengestellten Tour entlang. Dazu gibt es in der Region 1000 Räder, die mit verspielten und bunten Illustrationen und den weißen Reifen ganz klar erkennbar sind. Diese optisch ansprechenden Sportgeräte kann man in Tourismusbüros, Gemeinden, Hotelbetrieben oder bei Wirten ausborgen. Sie sind aber auch im Red Bull Fanshop erhältlich.

Rad‐Infrastruktur

Im Vorfeld hat sich gemeinsam mit den 1000 neuen Rädern im Murtal auch viel an der fürs Radfahren und einen Radurlaub nötigen Infrastruktur geändert: Es gibt eigene Betriebe, die sich den Bedürfnissen der Biker annehmen. Mit ruhigen, gemütlichen Zimmern, verschließbaren Radgaragen und in den Zimmerpreis miteinbegriffenes Werkzeug kehrt man gerne ein. Auch Werkstätten sind darauf vorbereitet, schnell erste „Radhilfe“ zu liefern.

Genussradeln und Picknick

Die Steiermark ist ein Genussland, darum kann man an den Knotenpunkten und Strecken des Radwegenetzes immer wieder bei Wirten einkehren, die Klassiker aus der österreichischen und Murtaler Küche servieren und so die Batterien der Radfahrer wieder aufladen. Auch bieten viele von ihnen ein eigens für Murtaler Radfahrer zusammengestelltes Picknick an, das dann mitten in der Natur ausgepackt werden kann.

 

R2 Murradweg

Der Murradweg gilt unter Kennern als der landschaftlich abwechslungsreichste Flussradweg im Alpenraum, der aufgrund seines Verlaufs - leicht bergab und zu vielen kulinarischen Zielen - ein wahrer Genussradweg ist. Er nimmt im Nationalpark Hohe Tauern seinen Ausgang und begleitet die Mur über Österreichs Genusshauptstadt Graz bis ins Wein- und Thermenland im Dreiländereck Österreich- Slowenien-Ungarn.

Parallel zum zweitgrößten Fluss Österreichs schlängelt sich der 457 km lange Murradweg vom Nationalpark Hohe Tauern im Salzburger Land durch die gesamte Steiermark, um schließlich noch auf den letzten etwa 100 km den Nordosten Sloweniens und Kroatiens zu durchqueren. Jede der am Murradler vorüberziehenden Landschaften hat ihren eigenen, besonderen Reiz. Bezaubernde historische Städte werden ebenso besucht wie ein Nationalpark, Naturparke und Natura 2000 Europaschutzgebiete. Zu Zwischenstopps laden kulturelle und – wie könnte es in der Steiermark anders sein – kulinarische Ausflugsziele ein, wo regionale Produkte verkostet und genossen werden können. Ein absoluter Höhepunkt erwartet den Murradler in der im wahrsten Sinne des Wortes „Goldenen Mitte“: Graz, die Kulturhauptstadt Europas 2003 mit ihren UNESCO Weltkultuerbestätten Altstadt und Schloss Eggenberg, ist ein absolutes Muss für jeden Murradler. Die Architektur der Stadt, die vom Mittelalter bis zur Moderne reicht, und das kulinarische Angebot, das eine Palette von der Haubenküche bis zur Hausmannskost bietet, sind eine wunderbare Ergänzung zu den satten Naturerlebnissen entlang der Tour.